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28. August 2026

Bijou Brigitte steigert Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich

VORSTEUERGEWINN VERDOPPELT - UMSATZ NAHEZU STABIL
Bijou Brigitte ist mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres zufrieden.
Foto: Bijou Brigitte

Bijou Brigitte hat das erste Halbjahr 2026 mit einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage abgeschlossen. Während der Umsatz des Schmuck- und Accessoires-Händlers leicht unter dem Vorjahresniveau lag, konnte das Unternehmen seinen Vorsteuergewinn mehr als verdoppeln. Neben niedrigeren Materialeinstandskosten trug dabei auch ein außerordentlicher Ertrag aus einem Vergleich in einem Rechtsstreit mit einem ehemaligen Dienstleister zum Ergebnisanstieg bei.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Konzern in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz von 153,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 154,8 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz blieb damit weitgehend stabil, ging im Jahresvergleich jedoch um rund 0,9 Prozent zurück. Deutlich stärker entwickelte sich das Ergebnis. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern stieg von 6,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 14,4 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von 7,5 Millionen Euro beziehungsweise 108,6 Prozent. Auch beim Konzernüberschuss verzeichnete Bijou Brigitte eine deutliche Verbesserung. Nach Steuern erhöhte sich das Ergebnis von 4,2 Millionen Euro auf 8,8 Millionen Euro. Damit lag der Konzernüberschuss rund 111 Prozent über dem Vorjahreswert.

Sondereffekt durch Rechtsstreit

Nach Angaben des Unternehmens wirkten sich insbesondere niedrigere Materialeinstandskosten positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Sie führten zu einer Verbesserung der Bruttomarge. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei ein periodenfremder außerordentlicher Ertrag in Höhe von fünf Millionen Euro. Hintergrund ist eine Forderung gegen einen ehemaligen Dienstleister, die Bijou Brigitte im Rahmen eines Vergleichs in einem Rechtsstreit realisieren konnte. Der Sondereffekt hatte damit einen erheblichen Anteil am deutlichen Gewinnanstieg im ersten Halbjahr.

Filialnetz nahezu unverändert

Das Filialnetz blieb unterdessen nahezu unverändert. Zum 30. Juni 2026 betrieb Bijou Brigitte insgesamt 902 Filialen. Zum Jahresende 2025 waren es mehr als 904 Standorte gewesen. Größere Veränderungen im stationären Vertriebsnetz gab es im Berichtszeitraum damit nicht. Mit den vorläufigen Halbjahreszahlen zeigt sich bei Bijou Brigitte eine deutlich verbesserte Ertragslage trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes. Neben den operativen Verbesserungen profitierte das Unternehmen allerdings in erheblichem Umfang von dem einmaligen Ertrag aus dem abgeschlossenen Rechtsstreit.

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