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28. September 2026

Generation 60+: Trotz Online-Shopping bleibt stationär unverzichtbar

ÄLTERE VERBRAUCHER KOMBINIEREN DIGITALE INFOS MIT DEM EINKAUF IM GESCHÄFT
Ältere Verbraucher shoppen durchaus online, aber der stationäre Handel ist weiterhin wichtig für sie.
Foto: AdobeStock / NewFresh

Die Generation 60+ bewegt sich zunehmend selbstverständlich zwischen Online- und Offline-Handel. Das zeigt das Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz. Ältere Verbraucher informieren sich digital, vergleichen Preise online und kaufen bestimmte Produkte bevorzugt im Internet – zugleich bleibt der stationäre Handel für viele Warengruppen und die persönliche Beratung unverzichtbar.

In Deutschland haben 31 Prozent der Befragten ab 60 Jahren noch nie online eingekauft. Gleichzeitig gewinnt der digitale Vertrieb in mehreren Produktkategorien an Bedeutung. Dazu zählen insbesondere Reisen, Kleidung, Elektronik, Haushaltsgeräte sowie Möbel und Dekoration. Besonders ausgeprägt ist der Online-Kauf bei Reisen: Europaweit kaufen 45 Prozent der Befragten Reisen bevorzugt im Internet. In Deutschland liegt der Anteil bei 33 Prozent. Auch bei Elektronik und Haushaltsgeräten spielt der Online-Handel eine wichtige Rolle. 41 Prozent der deutschen Befragten kaufen elektronische Geräte bevorzugt online, bei Haushaltsgeräten sind es 38 Prozent. Bei Kleidung liegt der Online-Anteil mit 41 Prozent nur knapp hinter Geschäften in Innenstädten und Nachbarschaften (46 Prozent).

Lebensmittel im Markt

Bei Lebensmitteln zeigt sich dagegen eine klare Präferenz für den stationären Einkauf. 69 Prozent der deutschen Befragten kaufen Lebensmittel vor allem im Supermarkt, lediglich vier Prozent bevorzugen den Online-Kanal. Auch bei Kosmetik bleibt der stationäre Handel dominant. Jeweils 40 Prozent kaufen bevorzugt im Supermarkt oder in Geschäften in der Nachbarschaft beziehungsweise Innenstadt. Online liegt der Anteil bei 13 Prozent.

Digital informiert

Die Kaufvorbereitung der Generation 60+ findet häufig über mehrere Kanäle gleichzeitig statt. 68 Prozent der deutschen Befragten vergleichen Preise direkt vor Ort, 65 Prozent informieren sich zusätzlich online. 59 Prozent nutzen Preisvergleichsportale im Internet. Gleichzeitig bleibt der persönliche Austausch wichtig: 51 Prozent sprechen mit Verkaufspersonal. Jeweils 50 Prozent berücksichtigen Bewertungen anderer Verbraucher sowie Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.

KI ist noch selten

Künstliche Intelligenz spielt bei der Vorbereitung von Kaufentscheidungen bislang eine untergeordnete Rolle. In Deutschland nutzen sieben Prozent der Befragten ab 60 Jahren KI-Tools als Einkaufshilfe, europaweit sind es 13 Prozent. Damit liegt KI deutlich hinter etablierten digitalen Informationsangeboten wie Preisvergleichsportalen und Online-Recherche. Die Ergebnisse des Konsumbarometers 2026 unterstreichen damit die Bedeutung einer Verzahnung von persönlicher Beratung und digitalen Services. Für Händler wird es zunehmend relevant, beide Welten entlang der Customer Journey miteinander zu verbinden.

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