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Geopolitische Unsicherheiten und anhaltender Inflationsdruck führen dazu, dass Verbraucher ihr Ausgabeverhalten zunehmend anpassen und stärker auf Preise achten. Mehr als die Hälfte der europäischen Konsumenten blickt laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig wächst die Sorge um die eigene finanzielle Situation deutlich.
Diese Unsicherheit wirkt sich direkt auf den Alltag aus: Konsumenten überprüfen ihre Ausgaben genauer und reagieren sensibler auf Preisveränderungen. Der steigende Preisdruck führt insgesamt zu einem spürbaren Wandel im Kaufverhalten. Viele Verbraucher sind bereit, für bessere Preise die Marke zu wechseln. Fast die Hälfte der Befragten greift inzwischen bei Einkäufen auf neue oder bislang unbekannte Marken zurück. Damit rückt das Preis-Leistungs-Verhältnis stärker in den Mittelpunkt als die bisherige Markenbindung.
In zahlreichen Konsumkategorien sind rückläufige Ausgaben zu beobachten. Besonders betroffen sind Bereiche wie Mode, alkoholische Getränke und Snacks. Stabil bleiben hingegen Ausgaben für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel sowie für Haustiere, wobei hier auch gestiegene Preise eine Rolle spielen. Trotz allgemeiner Sparmaßnahmen bleibt der Bereich Gesundheit und Wohlbefinden für viele Konsumenten weiterhin prioritär. Teilweise steigen die Ausgaben in diesem Segment sogar an.
Parallel dazu wächst der Markt für Second-Hand-Produkte. Für viele Verbraucher steht dabei jedoch weniger Nachhaltigkeit im Vordergrund als vielmehr die Möglichkeit, Kosten zu sparen. Insgesamt zeigt sich ein struktureller Wandel im europäischen Konsumverhalten: Preisbewusstsein, flexible Markenwahl und veränderte Prioritäten prägen die Entscheidungen der Verbraucher und stellen Unternehmen vor neue strategische Herausforderungen.
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