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Getrübte Konsumlaune, wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Goldpreise prägen aktuell den Markt für Schmuck und Uhren. Der Schmuckkauf zeigt sich dabei zunehmend polarisiert: Jeweils 34 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher verzichten weitgehend auf Schmuckkäufe oder kaufen unverändert weiter ein, während zwölf Prozent Anschaffungen häufiger verschieben. Trotz dieser Entwicklungen hat der Schmuck- und Uhrenmarkt nach zwei Jahren mit leichten Umsatzrückgängen 2025 wieder zugelegt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Branchenberichtes Schmuck und Uhren 2026 von IFH KÖLN und BBE Handelsberatung.
So steigt das Marktvolumen 2025 um 2,1 Prozent auf einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro und übertrifft damit den bisherigen Höchststand von 2022 leicht. „Der Markt bewegt sich weiterhin in einem Spannungsfeld. Einerseits belasten wirtschaftliche Unsicherheiten und Preissteigerungen die Kauflaune, andererseits behauptet sich insbesondere Schmuck aufgrund seines emotionalen Wertes und seiner Funktion als Wertanlage vergleichsweise stabil“, ordnet Peter Frank, Executive Consultant bei der BBE Handelsberatung, die aktuelle Entwicklung ein.
Mit einem Anteil von 69 Prozent entfällt der Großteil des Gesamtmarktvolumens weiterhin auf Schmuck, während 31 Prozent auf Uhren entfallen. Innerhalb des Schmuckmarkts bleibt Gold- und Platinschmuck das umsatzstärkste Segment. Gleichzeitig konnten im Vergleich zum Vorjahr auch Doublé- und Silberschmuck zulegen. Dagegen verliert Modeschmuck weiter an Relevanz – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer stärkeren Preis- und Qualitätsorientierung der Konsumentinnen und Konsumenten.
Seit 2023 gewinnt der Onlinehandel für Schmuck und Uhren wieder an Dynamik und wuchs in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 3,2 Prozent pro Jahr. 2025 liegt der Onlineanteil bei 24 Prozent. Asiatische Plattformen wie Temu und Shein werden zwar für den Kauf von Schmuck und Uhren genutzt, ihr Einfluss bleibt jedoch bislang überwiegend auf das Modeschmucksegment beschränkt und ist damit für den Gesamtmarkt noch von untergeordneter Bedeutung. „Der Onlinemarkt profitiert davon, dass digitale Systeme in den vergangenen Jahren deutlich ausgereifter geworden sind. Insbesondere bei personalisierten Produkten – etwa individuell konfigurierten Eheringen – bietet der Onlinekanal heute mehr Gestaltungsmöglichkeiten als je zuvor. Neue Impulse entstehen zudem durch digitale Beratung, influencergetriebene Social-Commerce-Formate und das wachsende Online-Secondhand-Segment“, so Dominik Kudet, Projektmanager am IFH KÖLN.
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