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Die Otto Group hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 276 Millionen Euro im Vorjahr auf 641 Millionen Euro. Der Konzernumsatz blieb auf vergleichbarer Basis mit 13,8 Milliarden Euro stabil. Die Otto Group verweist dabei auf ein weiterhin schwieriges wirtschaftliches Umfeld mit geopolitischen Unsicherheiten und verhaltenem Konsum.
„Die Otto Group blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Vor dem Hintergrund von Zollkonflikten, alten und neuen Kriegen sowie einem nach wie vor gedämpften Konsumklima ist dies eine bemerkenswerte Leistung“, sagte Vorstandsvorsitzende Petra Scharner-Wolff.
Auch auf weiteren Ergebnisebenen verzeichnete das Unternehmen Zuwächse. Das EBITDA stieg auf 1,13 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 312 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 34,3 Prozent. Die Otto Group zählt weltweit mehr als 42 Millionen aktive Kundinnen und Kunden. Zu den wachstumsstarken Geschäftsbereichen zählen insbesondere die Handelsplattform OTTO, die US-amerikanische Einrichtungskette Crate and Barrel sowie der Finanzdienstleister Eos. OTTO steigerte den Plattformumsatz um sechs Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro. Die Zahl der aktiven Kundinnen und Kunden wuchs auf 12,6 Millionen. Zudem plant das Unternehmen eine stärkere Internationalisierung des Marktplatzes.
Ein Schwerpunkt der Konzernstrategie bleibt der Ausbau technologischer und KI-gestützter Anwendungen. Die Otto Group investiert nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren rund 350 Millionen Euro in Technologie und künstliche Intelligenz. Dazu zählen Projekte in der Logistik sowie KI-gestützte Anwendungen im Kundenservice und Onlinehandel. Im März 2026 übernahm Benjamin Otto den Vorsitz des Stiftungs- und Gesellschafterrats von Michael Otto. Der Konzern kündigte an, auch künftig auf nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften zu setzen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet die Otto Group weiterhin herausfordernde Marktbedingungen. Umsatz und operatives Ergebnis sollen nach Unternehmensangaben auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.
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